Kriegsverse XI.
Von Max v. Mallinckrodt, Haus Broich, Kr. Euskirchen.

Stolz.

Herr, laß ihn nicht zu Schanden werden
Den deutschen Stolz in dieser Zeit.
Geboren ward er neu zur Erden
Aus unsres Volkes Heldenheit.

Kein Volk, das wir nicht liebevoll,
Das wir nicht ehrlich einst geehrt;
Es war zuviel! Das hat der Groll
Der ganzen Welt uns nun gelehrt.

Verhöhnt, geschmäht das deutsche Wollen,
Das deutsche Sinnen Fluch und Spott,
In dieser Zeit, der leidenvollen,
Erhalt uns nun der Stolz o Gott!

Und konnten wir von Vielem sagen,
Wir, die wir eine Welt gelehrt,
Heut mag es ruhn, in diesen Tagen
leb nur der Stolz auf unser Schwert!




Entnommen: Eifelvereinsblatt 1915, Nr. 7, S. 106, Eifelverein Düren




Zurück zur Indexseite
Max von Mallinckrodt ©
© Copyright woengede