Kriegsverse XI.
Von Max v. Mallinckrodt, Haus Broich, Kr. Euskirchen.

Rosenzeit.

Rosen neigen sich auf schwanken Zweigen,
Daß sie ihre stille Schönheit zeigen,
Daß gepflückt sie noch in unsren Händen
ihres Duftes holdes Wunder spenden.
Rosen blühen draußen in der Weite,
Dunkelrote in des Kampfs Geleite.
Wo die Waffen klirr'n, die Banner wehen,
Müssen sie in Leid und Qual entstehen.
Keine Stunde, keine geht zu Ende,
Neue Rosen weckten ihre Hände.
Dunkle Rosen, die ihr Los erfüllen,
Die erblühen um der Heimat willen.




Entnommen: Eifelvereinsblatt 1915, Nr. 7, S. 106, Eifelverein Düren




Zurück zur Indexseite
Max von Mallinckrodt ©
© Copyright woengede